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Akupunktur
Akupunktur ist eine etwa 3000 Jahre alte chinesische Heilmethode. Lange hat es gebraucht, bis sich dieses differenzierte Behandlungsverfahren auch in den westlichen Ländern etablieren konnte. Eine große wissenschaftliche Studie der Berliner Charité, bei der 250.000 Patienten untersucht wurden, konnte eindeutig beweisen, dass die Akupunktur bei einer Vielzahl verschiedener Krankheitsbilder tatsächlich wirkt. Je nach Art und Intensität der behandelten Erkrankung können die Beschwerden in 73 und 90 % der Fälle deutlich gelindert oder sogar vollständig beseitigt werden – und das ohne relevante Nebenwirkungen. Dies entspricht auch unserer eigenen Erfahrung bei der Akupunkturbehandlung in unserer Praxis. So bietet die Akupunktur vielfältige Einsatzbereiche und ist beispielsweise aus der modernen Schmerztherapie nicht mehr wegzudenken. Bei vielen Erkrankungen werden die Kosten für eine Akupunktur von allen Krankenkassen vollständig übernommen, ein spezieller Kostenübernahmeantrag ist hierfür nicht erforderlich!
Ablauf der Akupunkturbehandlung
In der Regel besteht eine Behandlung aus zehn (bis 15) Sitzungen, wobei idealerweise zwei Sitzungen pro Woche durchgeführt werden. Eine Sitzung dauert ca. 20-30 Minuten. In dieser Zeit sollen Sie entspannt und ruhig liegen – bitte bringen Sie ein Badehandtuch oder eine Decke als Unterlage mit. In Abhängigkeit von der Erkrankung bzw. der Schmerzlokalisation werden an verschiedenen Stellen des Körpers kleine, hauchdünne Nadeln gesetzt. Den Einstich spüren Sie dabei kaum. Eventuell spüren Sie einen leichten Druck, Wärme oder eine elektrisierende Ausstrahlung. Dies kann in Abhängigkeit vom gewählten Akupunkturpunkt unterschiedlich sein, wird aber nicht als unangenehm empfunden. Nachdem die Nadeln gesetzt sind sollten Sie möglichst entspannt liegen. Am besten schließen Sie dabei die Augen und versuchen abzuschalten – je weniger Sie abgelenkt sind, desto mehr kann sich Ihr Körper auf die Behandlung „konzentrieren“. Nach 20-30 Minuten werden die Nadeln dann wieder entfernt.
Wirkweise der Akupunktur
Die bei der Akupunktur verwendeten Nadeln bestehen aus einem Edelstahl, es werden dabei keine Medikamente in den Körper gebracht. Die Wirkung resultiert aus einem Reiz des Nervensystems durch die Nadeln. Hierdurch wird die Schmerzleitung zum Gehirn gehemmt. Wissenschaftliche Studien konnten aufzeigen, dass durch die Nadelreize auch die Regeneration geschädigter Gewebe gefördert wird. Hierbei können naturgemäß gestörte, nicht jedoch zerstörte Organe und Körperfunktionen beeinflusst werden. Auch eine allgemeinen Stärkung des Körpers durch Akupunktur ist möglich. Die Auswahl der Akupunkturpunkte hängt von dem zu behandelnden Krankheitsbild ab, bezieht aber mehr oder weniger den ganzen Körper mit ein. Die alten Chinesen haben den menschlichen Körper in verschiedene „Leitungsbahnen“, die sogenannten Meridiane unterteilt. Auf diesen befinden sich die meisten, der klar definierten 361 Akupunkturpunkte. Die Meridiane stehen untereinander und mit den inneren Organen in Verbindung. Nach traditioneller chinesischer Auffassung fließt die sogenannte „Lebensenergie“, das Qi, durch die verschiedenen Leitungsbahnen. Meistens ist nach vier bis fünf Sitzungen mit einer allmählichen Besserung der zu behandelnden Beschwerden zu rechnen. Eventuell empfinden Sie aber auch schon nach der ersten Akupunktur eine Erleichterung. Nebenwirkungen sind extrem selten. Manchmal können nach der Nadelung kleine Hämatome, sogenannte „blaue Flecken“ entstehen, die aber von alleine wieder verschwinden. Eine mögliche Infektion (besonders bei Anwendungen am Ohr) ist denkbar, aber äußerst selten. Unmittelbar nach der Behandlung sollte wegen eines möglichen sedierenden (beruhigenden) Effektes nicht aktiv am Straßenverkehr teilgenommen werden. In ganz seltenen Fällen kann es zu einer vegetativen Kreislaufreaktion kommen (Nadelkollaps). Ganz zu Beginn der Behandlung kann es selten vorübergehend zu einer sogenannten „Erstverschlimmerung“ kommen, d.h. eine kurzfristige Verschlimmerung der Beschwerden ist zunächst möglich. Viele Untersucher werten dies als positives Zeichen. Auch nach unserer Erfahrung ist gerade in diesen Fällen im weiteren Verlauf ein sehr guter Erfolg der Therapie zu erwarten.
Erkrankungen die durch eine Akupunktur behandelt werden können
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen Akupunkturbehandlungen bei verschiedenen Schmerzen der Gelenke und des Bewegungsapparates. Bei den privaten Krankenversicherungen gibt es in der Regel keine Einschränkungen. Gemäß Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation WHO und der Forschungsgruppe Akupunktur bieten wir die Behandlung der folgenden Krankheitsbilder in unserer Praxis an:
- wiederkehrende Kopfschmerzen unterschiedlicher Art, insbesondere auch Migräne
- Schmerzen der Wirbelsäule (HWS-, BWS- und LWS-Syndrom)
- verschiedene Gelenkbeschwerden, z.B. bei Kniegelenksverschleiß, Schulter-Arm-Syndrom, Tennis- oder Golfarm
- Allergien, z.B. Heuschnupfen
- Raucher-Entwöhung
- verschiedene sogenannte psychosomatische Beschwerden, Schlafstörungen
Für eine individuelle Beratung vereinbaren Sie bitte einen Termin mit uns.
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